Debian
Apache, Semaphore Arrays und “No space left on device”
Als ich meinen Apache letztens neustarten wollte wolle er nicht mehr. Im Error-Log stand “no space left on device” oder so ähnlich. Direkt mal mit df -h gecheckt – ~90GB Platz. Was ist denn hier los?
Die Antwort: Apache war die Tage vorher des öfteren abgestürzt/eingefroren und ich musste ihn unsanft mittels killall -9 apache2 abschießen. Die hinterließ wohl ziemlich viel Müll im RAM – und darauf scheint sich diese Fehlermeldung wohl zu beziehen.
ipcs -s | grep www-data
brachte mir gefühlte 500 “Semaphore Arrays” (der Schalter -s zeigt semaphore Arrays an, grep www-data filtert alle semaphoren Arrays des Apache-Benuzers www-data).
Wie werde ich die blöden verwaisten Arrays nun ohne Neustart wieder los? (haha, wir sind ja hier nicht unter Windows unterwegs
)
Mittels:
ipcs -s | grep www-data | perl -e 'while (<STDIN>) { @a=split(/\s+/); print `ipcrm sem $a[1]`}'
werden alle semaphoren Arrays des Benutzers www-data aus dem Speicher gelöscht.
Danach ließ sich Apache auch wieder starten.
Wie genau da nun was zusammenhängt, was genau diese Semaphoren Arrays sind, woher die kommen und wie ich sowas in Zukunft vermeiden kann ist mir schleierhaft, das ist eine Ebene zu niedrig für meinen Verstand.
… Read the rest
Ubuntu / Linux / Debian – Benutzername und Gruppenname ändern
Ich stand gerade vor dem Problem, den Benutzernamen eines Ubuntu-Users ändern zu müssen. Inklusive der Umbenennung des Home-Verzeichnisses und der Benutzergruppe.
Schön wie einfach das doch ist.
Rechner neustarten und das Recovery-System booten. Dann auf die Root-Shell wechseln.
usermod -l neuername -d /home/neuername -m altername
groupmod -n neuername altername
Das wars schon. Nach einem Reboot kann man sich mit dem neuen Benutzernamen und dem alten Passwort anmelden. Nicht verwirrden lassen falls im GDM-Login-Screen noch der alte “Full Name” des Benutzers steht – den kann man dann über Systemeinstellungen -Benutzer auch noch ändern.… Read the rest
OpenWRT / Link Aggregation / Bonding / Parallel Routing
Notiz für mich: Mit OpenWRT sollte es möglich sein mehrere WLANs zu bündeln. Das Ganze nennt sich Bonding, hilfreiches Tool (im OpenWRT-SVN verfügbar) ist ifenslave. Damit sollte es möglich sein mehrer Anschlüsse die nur per WLAN erreichbar sind auf ein WLAN zu bündeln, genügend Router zum Empfang der WLANs und genügend Netzwerkports am bündelnden Router vorausgesetzt.
Anderes (allgemeineres) Anwendungsgebiet wäre das bündeln mehrer Internetzugänge, z.B. Internet per Kabel, per UMTS/HS(D)PA, Internet per DSL & Internet per Uni-WLAN. Sinn und Zweck seien mal dahin gestellt.
Die Machbarkeit ist der Reiz…
Debianeske Linuxe (Debian selbst, Ubuntu…) unterstützen Bonding wohl auch von Haus aus.… Read the rest
Courier IMAP Verbindungslimit erhöhen
Thunderbird nervte mich beim Arbeiten auf meinem IMAP-Mailkonto auf meinem Root-Server ständig mit folgender Meldung:
Konnte nicht zu Ihrem IMAP-Server verbinden. Sie haben eventuell die maximale Anzahl von Verbindungen zu diesem Server überschritten. Falls dies der Fall ist, verwenden Sie den Dialog für erweiterte IMAP-Server-Einstellungen, um die Anzahl der Aufrecht erhaltenen Verbindung zu reduzieren.
Nach zwei bis drei Ordnerwechseln war kein Arbeiten mit dem IMAP-Konto mehr möglich. Auch ein manuelles Herabsetzen der maximalen IMAP-Verbindungen im Thunderbird brachte keinen Erfolg.
Als ich dann die IMAP-bezogenen Konfigurationsdateien auf meinem Server durchstöbert habe ist mir aufgefallen dass Plesk (irgendwann muss ich davon eh mal weg kommen, Plesk nervt an vielen Stellen) per default die Verbindungen auf 4 pro IP-Adresse und 40 insgesamt begrenzt. Da mein Server genügend Resourcen übrig hat um einen eventuell Amok-laufenden Mail-Client mit mehr Verbindungen zu bedienen habe ich diese beiden Einstellungen einfach mal testweise erhöht. Und siehe da, es “flutscht” wieder.
… Read the rest
Spam ade dank Spamdyke
Nachdem ich monatelang täglich um die 1000 Spam-Mails in meinem Postfach hatte und der bisher genutzte Spamfilter Spam-Assasin zwar grundsätzlich gute Arbeit leistet, aber Spam-Mails eben nur erkannte und nicht zurückwies (ist ja auch nur ein Filter
) und die Erkennungsquote immer schlechter wurde habe ich mich mal etwas näher mit Spamdyke beschäftigt.
Die Installation auf dem Server war wirklich flott erledigt, dazu noch Haggybear’s Spamdyke Control Panel für Plesk installiert (ebenfalls ziemlich einfach) und schon ist mein Postfach sauber. Wahnsinn, fast 98% der eingehenden Mails sind Spam.
Ich nutze folgende Blacklists:
- ix.dnsbl.manitu.net
- zen.spamhaus.org
- list.dsbl.org
- zombie.dnsbl.sorbs.net
- dul.dnsbl.sorbs.net
- bogons.cymru.com
und folgende Whitelist:
- list.dnswl.org
Die Whitelist war erforderlich weil sonst auch Mails von Web.de, GMX.net, Googlemail.com etc. per Greylisting abgelehnt wurden.
Wenn ich mir die Logs von Spamdyke so anschaue scheint diese Kombination aus Black- und Whitelists ziemlich treffsicher und zuverlässig zu arbeiten. Fetzt, endlich graut es mir nicht mehr davor meine Mails abzurufen und endlich gehen wichtige Mails nicht mehr in der Spam-Flut unter. Danke an die Entwickler von Spamdyke, Danke an Haggybear für sein Spamdyke Controlpanel für Plesk und Danke an die Verwalter der Black- und Whitelists.
Kleine Anmerkung: Ich nehme für einige meiner Domains alle Mails die reinkommen an, nennt sich Catch-All und hat diverse Gründe auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Deshalb ist das Spam-Aufkommen bei mir wohl mehr als überdurchschnittlich gewesen. Einige Freunde und Bekannte die Postfächer bei mir haben, haben sich allerdings auch über das massive Spam-Aufkommen in ihren Postfächern beschwert (ist wohl eine Kombination aus simpler Adress-Zusammensetzung ala vorname.zuname@domain.de und schlechtem Nutzerverhalten).… Read the rest